10.01.2012
- Nicht nur auf den Philippinen haben massive Regenfälle kurz vor Weihnachten für Überschwemmungen gesorgt. Auch Tansania erlebt Fluten wie schon lange nicht mehr. In der größten Stadt des Landes, Daressalam, starben in Folge der schwersten Regenfälle seit 55 Jahren und darauf folgender Erdrutsche mindestens 27 Menschen.
Fast 2.500 würden noch vermisst, berichtet David Wafo, Mitarbeiter der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Daressalam. Der öffentliche Verkehr sei nahezu lahmgelegt worden, die Lage in der Millionenstadt nach wie vor unübersichtlich. Insgesamt seien mehr als 50.000 Menschen direkt von der Flutkatastrophe betroffen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT) habe einen Hilfsfonds ins Leben gerufen.
Auf den Philippinnen gehen unterdessen die Hilfsaktionen für die Menschen weiter, die Haus und Hof durch die Flut Anfang Dezember verloren haben. Rund tausend Menschen waren durch die Überschwemmungen allein im Nordwesten der Insel Mindanao ums Leben gekommen. Mittlerweile wird das verschmutzte Wasser zum Problem: Die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen (UCCP) berichtet von ersten Toten durch Infektionen. Die UCCP selbst hat Notunterkünfte für mehrere hundert Menschen zur Verfügung gestellt und verteilt nun tausende Hilfspakete mit Nahrungsmitteln, Matten, Decken und Haushaltswaren.
Die Ost und Küstendiözese der ELCT und die UCCP sind Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM).
Christoph Wand, VEM