ÖRK-Generalsekretär: Einheit muss unser Ziel bleiben

02.02.2012

„Die zwischenkirchlichen Spaltungen bleiben ein Ärgernis, das wir überwinden müssen“, erklärte Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).
Tveit hielt eine Ansprache zum Thema „Ökumene in Bewegung“ auf dem Internationalen Ökumenischen Forum, das vom 30. Januar bis 3. Februar in Trier stattfindet.
Die Veranstaltung wurde vom römisch-katholischen Bistum Trier in Partnerschaft mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland und anderen kirchlichen Organisationen zu dem Thema „Und führe zusammen, was getrennt ist“ organisiert.
Das Thema nimmt Bezug auf den gewebten Stoff des Gewands, das Jesus vor seiner Kreuzigung trug (Joh 19,23).
In seiner Ansprache bezeichnete Tveit den ökumenischen Dialog als Schlüssel zum Wandel in unseren Gesellschaften und Gemeinschaften. Er betonte, strategische Zusammenarbeit erfordere den starken „Willen, beieinander zu bleiben und Einheit anzustreben“, und fügte hinzu: „Unser Ziel muss die sichtbare Einheit bleiben.“
„Einheit unter den Kirchen ist eine Gabe Gottes und eine Berufung, die wir annehmen müssen, damit die Kirchen das lebendige Geheimnis, Zeichen und Instrument des kommenden Gottesreiches sind und durch ihr wahres Sein zu Versöhnung und Heilung in der Welt beitragen, die unter Ungerechtigkeit, Krieg und Umweltzerstörung leidet“, erklärte er.
Tveit verwies in seiner Ansprache auch auf das Thema der bevorstehenden 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan (Korea): „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden.“ Dieses Thema biete Gelegenheit, so Tveit, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, die eine Bedrohung für das Leben auf der Erde und die Zukunft der Kirchen darstellten.
„Das Vollversammlungsthema stellt eine befreiende Botschaft zu einem Zeitpunkt in der Geschichte dar, an dem ein Teil der Menschheit die Macht gewonnen hat, das Leben auf dem Planeten Erde, wie wir ihn kennen, zu verändern und zu zerstören“, betonte er.
„Mit dem Gebet, dass der Gott des Lebens uns als eine Gemeinschaft zu Gerechtigkeit und Frieden führen möge, geben die Kirchen Rechenschaft von der Hoffnung, die in ihnen ist“, fügte Tveit hinzu.

 

ÖRK/WCC

 


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(nach 1. Petrus 3, 15)