29.09.2011

von links: Detlev Knoche, Leiter Zentrum Ökumene der EKHN, Dr. Eskandari Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der EKHN und Wolfgang Wurm, Präsident der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt
Die Förderung interkultureller Kompetenz hat für Evangelische Kirche, Bundespolizei und die Stadt Frankfurt eine wichtige Bedeutung. Dies hoben die Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Nargess Eskandari-Grünberg, Kirchenpräsident Volker Jung und Polizeidirektor Wolfgang Wurm am Donnerstag, 29. September 2011, im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt hervor. Gemeinsam besuchten sie ein Aufbauseminar zum Thema Islam für Bundespolizisten und -polizistinnen.
Diese Fortbildungsseminare zur Stärkung interkultureller Kompetenz bei der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen seien mittlerweile seit 12 Jahren Kernbestand der Angebote des Zentrums Ökumene , so der Leiter des Zentrums, Detlev Knoche, bei seiner Begrüßung.
In ihren kurzen Ansprachen zu den 25 Beamtinnen und Beamten hoben die Repräsentanten von Kirche, Stadt und Polizei die Bedeutung interkultureller Offenheit hervor. Diese sei vor allem wichtig für den besonderen Auftrag der Bundespolizei auf dem Frankfurter Flughafen, aber auch für die Herausforderung bei der Integration in der Gesellschaft insgesamt.
„Das Projekt zur Vermittlung interkultureller Kompetenz hat exemplarische Bedeutung über die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hinaus“, so Kirchenpräsident Jung. Wichtig sei, einen Perspektivwechsel herbei zu führen und sich in die Situation des anderen hineinversetzen zu können. Das christliche Menschenbild beinhalte, den Abstand zwischen Fremden in ein gutes Miteinander zu überführen. Er drückte die Hoffnung aus, dass die Beamtinnen und Beamten durch den Besuch der Seminare dazu befähigt werden, Sensibilität zu entwickeln und schwierige Situationen gemeinsam mit den Betroffenen bewältigen zu können.
Die Integrationsdezernentin Eskandari-Grünberg betonte, das Seminar interessiere die Stadt Frankfurt sehr. Gerade in der multikulturellen Stadt Frankfurt sei interkulturelle Öffnung wichtig. Die Bundespolizisten seien am Flughafen Türöffner für „unser Land und unsere Stadt“. Interkulturelle Kompetenz bedeute Beziehungen zwischen Menschen differenziert zu sehen und Menschen als Individuen zu behandeln. Innerhalb der Vielfalt stellten demokratische Werte Gemeinsamkeit her.
Wolfgang Wurm, Präsident der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen, würdigte das Gemeinschaftsprojekt zwischen Kirche und Polizei, das wichtige Kenntnisse für die tägliche Arbeit am Flughafen vermittle. Die Polizisten bekämen Einblicke in fremde Kulturen. Diese Kenntnisse seien von unschätzbarem Wert für die Alltagsarbeit und auch eine persönliche Bereicherung.
Die Seminarreihe für die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ist ein Kooperationsprojekt von Zentrum Ökumene der EKHN und Bundespolizei. Jean-Félix Belinga Belinga, Beauftragter für interkulturelle Bildung im Zentrum Ökumene ist seit 2001 für Konzept und Durchführung verantwortlich. Gemeinsam mit Jörg Martienßen von der Bundespolizei leitet er die Seminare.
Hintergrundinformationen zu der Seminarreihe mit der Bundespolizei
Informationen zu Interkulturellen Trainings im Zentrum Ökumene